Programm

Botanisches Wanderwochenende im Wallis
08.05.2021 - 09.05.2021

NatersDie frühen Frühlingstage im Wallis sind botanisch ein Leckerbissen. Während die hohen Walliser Berggipfel noch in winterlichem Weiss erstrahlen, zeigen sich die Sonnenhängen oberhalb von Brig/Naters schon in schönster Blütenpracht. Es gilt viele verschiedene Pflanzen und Gewächse zu entdecken, denn unsere beiden Wandertage führen durch ganz unterschiedliches Gelände: von trockenen, steppenartigen Standorten über Wiesen und durch vermooste Wälder – überall wächst und spriesst uns der Frühling entgegen! Die Gegend gibt aber auch jenseits der Pflanzenwelt viel her: Wir erfahren einiges über Suonen, die Meisterleistungen der alten Bewässerungsarchitekten, die jahrhundertealte Walliser Kulturlandschaft und geniessen die Aussicht auf die Walliser Bergwelt sowie eindrückliche Einblicke in die tief eingeschnittene Massaschlucht.


Kleinode in der Grossstadt (ZH) – Abendexkursion
10.05.2021

Der grösste Teil der Schweizer Bevölkerung verbringt seinen Alltag im städtischen Umfeld. Und er reist weit, um die Natur zu erleben. Die Stadt – eine Asphalt- und Betonwüste, aus der man entfliehen muss, um Natur zu erleben?
Auf dieser Exkursion entdecken wir mit geschultem Blick, dass die Natur selbst mitten in Zürich spriesst und gedeiht. Wir stossen auf unerwartete Oasen mitten im Grossstadt-Dschungel. Wir inspizieren Orte und finden Details, die man normalerweise keines Blickes würdigt – und plötzlich sieht man „Alpensegler“ in Gebäudespalten hausen, bemerkt Wärme liebende, eingeschleppte Pflanzenarten, findet «Spaltenkriecher» und staunt über Mast- und Bruchkraut, die enormer Hitze widerstehen und sich mit Problemen wie Trockenheit und Trittstörung arrangieren – und wird sich der Stadt als Naturschauplatz bewusst.


Geheimnisvoller Bödmeren-Urwald und sagenumwobene Silberen
26.06.2021 - 27.06.2021

So wild wie grosse Teile des Bödmerenwaldes noch heute sind, so wild waren die meisten Waldgebiete im Alpenraum vor dem Auftauchen der Menschen. Das unwegsame, durch den Karrenuntergrund stark zerfurchte Gelände verunmöglichte bis in unsere Zeit eine Holznutzung, so dass ein Drittel des etwa 4,5 Quadratkilometer grossen Bödmerenwalds als grösster echter Fichtenurwald der Alpen und ganz Westeuropas gilt. Natürlich ist es nicht ein Urwald wie am Amazonas, aber aufgrund der Unzugänglichkeit ist der Bödmerenwald sehr naturnah geblieben – überstand die intensive Abholzung in den Alpen vom späten Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert weitgehend unbeschadet. Viel Totholz, Flechten, Farne, versteckte Lichtungen, senkrechte Felswände prägen die Landschaft.
Dass im Untergrund eines der grössten Höhlensysteme der Welt liegt, kommt nicht von Ungefähr. Die Gründe dazu sehen wir am zweiten Tag der Tour auf den spektakulären Karrenflächen der Silberen. Dass der Teufel hier die Erde gepflügt haben soll, liegt auf der Hand. Woher sollen die bizarren Formen sonst stammen! Nebst Wandern kommt auch der naturkundliche Aspekt nicht zu kurz: Immer wieder werden auf die Besonderheiten der Landschaft, besonders auf diejenigen des (Ur)Waldes eingegangen.


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